Alt-Bürgermeister Ploderer über das Haus der Wildnis

Der langjährige Bürgermeister Martin Ploderer aus Lunz am See ging nach 19 Jahren im Amt in den wohlverdienten Ruhestand. Er war wichtiger Treiber des Projektes und bleibt uns als Initiator erhalten. Wir haben ihn um ein paar Worte zum Haus der Wildnis gebeten.

Dankbar über die Wildnis in Österreich
Wir haben das Glück in einer Region mit großem Anteil an relativ unberührter Natur- und Kulturlandschaft zu leben, für die das Wildnisgebiet Dürrenstein mit dem letzten Urwaldrest Mitteleuropas große Bedeutung hat. Diese landschaftliche und historische Besonderheit führte schließlich zur Auszeichnung als erstes UNESCO Weltnaturerbe Österreichs.

Bewusstsein für Naturschutz schaffen
Im Regionalprojekt Haus der Wildnis in Lunz am See werden wir dieses Alleinstellungsmerkmal nutzen, um den Einheimischen und Gästen die verschiedenen Aspekte des Naturschutzes, der Bildung und des touristischen Angebots zu präsentieren. Diese spannenden Aufgaben werden wir in Zusammenarbeit mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein, der Gemeinde, dem Tourismusverband Ybbstaler Alpen und dem Mostviertel Tourismus bearbeiten.

Interaktiv Wissen vermitteln
Das Haus der Wildnis soll interessierten Gästen als Naturkompetenzzentrum (© LH-Stv. Stephan Pernkopf) das umfangreiche Angebot an Naturschönheiten im Ybbstal und rund um den Ötscher vermitteln. Wer sich vertiefend mit den Besonderheiten des Wildnisgebietes und der näheren Umgebung befassen möchte, findet in der professionellen, interaktivenAusstellung, in der auch modernedigitale Präsentationstechniken zubewundern sein werden, ein umfangreiches Angebot. Neben der überregionalen Bedeutung wird das Haus der Wildnis natürlich auch die touristische Entwicklung für unsere Gemeinde positiv beeinflussen.

Martin Ploderer
Foto: Theo Kust imagefoto.at

Belebung des Ortskerns
Der Ortskern wird mit diesem auf dem bestehenden und sanierten Kellergeschoß geplanten Projekt aufgewertet. Die seit rund zehn Jahren bestehende „Baulücke“ wird endlich geschlossen. Der angenehme Nebeneffekt im Sinne von ressourcenschonenden Umgang mit Bauland ist, dass ein bereits bestehendes Objekt genützt wird. Eine Belebung des Ortskernes erwarte ich auch durch die im Haus der Wildnis integrierte Gastronomie sowie von Investitionsanreizen für die Besitzer der benachbarten Gebäude. Die höhere Kunden- und Gästefrequenz wird sich auch für die Geschäfte am Kirchenplatz positiv auswirken.

Gut für den Tourismus
Die Tourismusbetriebe des Ortes werden jedenfalls von dem ganzjährig geöffneten neuen Kompetenzzentrumprofitieren. Ich bin überzeugt, dass dieses besondere Ausflugsziel auch in der Vor- undNachsaison verstärkt besucht und dadurch für bessere Auslastung unserer Betriebe sorgen wird. Die Zusammenarbeit des Wildnisgebietes Dürrenstein mit dem Wassercluster Lunz stellt einen wesentlich Teil des Gesamtprojektes dar. Im Bereich der Ausstellung und insbesondere beim Angebot für Schüler aller Alterstufen wird die vorhandene Expertise genutzt, um die Jugend in Workshops, Science-Days oder -Weeks für Naturwissenschaften zu begeistern.

Das Haus der Wildnis – Es passt zu uns.
Im Zuge der Errichtung des Hauses der Wildnis und der erforderlichen Nebenflächen haben wir die Verkehrs- und Parkplatzsituation im erweiterten Ortskern neu bewertet. Die Planungen für eine Gesamtlösung laufen bereits seit einiger Zeit. Insgesamt passt dieses Projekt perfekt zu unserer Gemeinde als Kultur-, Wissenschafts- und Bergsteigerdorf. Ich freue mich auf die Umsetzung dies wunderbaren Projektes und danke allen Mitstreitern herzlich für die ausgezeichnete Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Planung.

Gemeinsam für das Haus der Wildnis
Weitere Unterstützer werden noch gesucht, für eine Spende gibt es als attraktives Dankeschön unter anderem einen symbolischen Quadratmeter Wildnis als Poster samt Urkunde und Eintrittskarten. Auch offizielle UNESCO-Weltnaturerbe Silbermünzen wurden kürzlich vorgestellt, zudem gibt es für auch Erlebnistage und geführte Wildnis-Exkursionen.