Die Ausstellung

Von der letzten Eiszeit bis heute

Ausgangspunkt für die Geschichte der Ausstellung ist das Ende der Eiszeit. Es bilden sich Seen, vom Süden her breiten sich erste Pflanzen aus, bis hin zur Entstehung der Urwälder. Es folgt die Einwanderung des Menschen und die Nutzung der Region bis hin zu den dramatischen Folgen der Kahlschläge ganzer Abschnitte zur Eisengewinnung. Bis auf den etwa 4 km² großen Urwaldrest wurde der gesamte Raum rücksichtslos genutzt. Aber der kleine Urwaldrest, der bis in die heutige Zeit erhalten blieb und auch forstlich nie genutzt wurde, ermöglicht uns den Blick in die Vergangenheit. Schließlich macht der Mensch eine Kehrtwende und gibt der Natur weitere Flächen zurück.

So entstand das Wildnisgebiet ­Dürrenstein, in dem sich die Natur ohne Einflussnahme entwickeln kann. Gleichzeitig kommt es durch den Klimawandel, speziell in den Seen zu Veränderungen der Artenzusammensetzung. Das Hauptaugenmerk wird bei der Ausstellungsentwicklung auf die aktuelle Situation gelegt.

Viel Platz zum Staunen und Lernen

Der „Rothwald“, das „biologische Zentrum“ des Wildnisgebiets und damit des Weltnaturerbes, stellt auch inhaltlich den Kern der ca. 700 m2 großen Ausstellung dar. Er ist einzigartig und mit nichts zu vergleichen – in Österreich, im Alpenraum und wahrscheinlich auch in ganz Europa.

Der Urwald wird deshalb auch das Zugpferd für die Inszenierung sein. Aber auch andere faszinierende Lebensräume wie das Leckermoor oder der Lunzer See finden ihren Platz in der Ausstellung.

Wertvolle Wildnis

Die Ausstellung gibt dem Besucher Einblicke in den faszinierenden, einzigartigen Lebensraum unter verschiedensten Aspekten. Wie haben Wasser und Eis diese Landschaft geprägt? Es sind die verschiedenen Blicke und Perspektiven, die einen spannenden Zugang für die Besucher ermöglichen und die Vielfalt der Wildnis beeindruckend zeigen: Sei es auf den Spuren des Luchses, sei es im Flug des Habichtskauzes durch den Wald, sei es der Einblick ins Totholz.

Besondere Bedeutung soll die Frage bekommen: Warum ist Wildnis wertvoll?
In wissenschaftlicher, ökonomischer und emotionaler Hinsicht.

Junge Medien für junge Menschen

Hauptzielgruppen, die wir mit der Ausstellung ansprechen wollen, sind Familien und Schulklassen.

Eine attraktive und zum Teil inter­aktive Ausstellung für Jung und Alt soll für die Schönheiten und Besonderheiten der Natur und im Besonderen des Weltnaturerbes sensibilisieren. Moderne Medien wie Augmented Reality oder Virtual Reality werden es den BesucherInnen ermöglichen in das Wildnisgebiet einzutauchen.

Im Zuge der Ausstellung wird sich auch der Wassercluster Lunz präsentieren, seine Forschungsarbeiten und seine Aktivitäten in Österreich, aber auch international. So soll z.B. an einer Station die geschichtliche Entwicklung der Forschung rund um den Dürrenstein basierend auf der Arbeit der Biologischen Station Lunz bis zur heutigen Arbeit des Wasserclusters präsentiert werden.

Lust auf Wissen? Willkommen in der Forschungswerkstatt

Gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft ist gemäß dem Bildungsauftrag der Wildnisgebietsverwaltung eine Forschungswerkstatt geplant. Hier sollen vor allem Schulen angesprochen werden.

Im Rahmen der Forschungswerkstatt planen wir sogenannte „Science Days“ und „Science Weeks“. Kinder und Jugendliche sollen hier selbstständig „forschen“ können, bis hin zur Unterstützung von vorwissenschaftlichen Arbeiten.