Das Team

Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und LH Stv. Dr. Stephan Pernkopf.

Gemeinsam errichtet Niederösterreich das „Haus der Wildnis“

Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und LH Stv. Dr. Stephan Pernkopf.

Niederösterreich ist nicht nur das flächenmäßig größte, sondern auch das naturräumlich vielfältigste Bundesland Österreichs, mit dem Wildnisgebiet Dürrenstein als Aushängeschild. Im Ötschergebiet gelegen, befindet sich dort gut behütet der größten Urwald Mitteleuropas.

In einer Reihe mit dem Grand Canyon, den Galapagos Inseln und den Südtiroler Dolomiten zählt das Gebiet seit kurzem zum UNESCO Weltnaturerbe, dem ersten Österreichs. Eine Auszeichnung, die dem Naturland Niederösterreich die Krone aufsetzt.

Es ist unsere Aufgabe, dieses Naturjuwel auch für die nächsten Generationen zu erhalten. Mit einem Weltnaturerbe-Zentrum wollen wir deshalb nun eine Anlaufstelle für diesen einzigartigen österreichischen Urwald errichten.

Ein „Haus der Wildnis“ in Lunz am See soll Verständnis und Interesse für die Natur wecken, ohne die Natur selbst zu belasten und gleichzeitig neuer Tourismus-­Hotspot für die gesamte Region sein.

Bei der Umsetzung für dieses „Haus der Wildnis“ zählen wir auf die Unterstützung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, Private ebenso wie Unternehmen jeder Größe. Dabei zählt jeder Euro und bringt dieses ehrgeizige Projekt seiner Realisierung näher. Wir möchten alle sehr herzlich einladen, einen Beitrag zur Entstehung dieses wunderbaren Projektes zu leisten, und damit selbst Teil unseres Naturlandes zu werden.

Danke für Ihre Unterstützung.

Dr. Gerhard Heilingbrunner
Dr. Gerhard Heilingbrunner

Die Wildnis Dürrenstein. Ein menschenscheues Juwel

Dr. Gerhard Heilingbrunner, Ehrenamtlicher Präsident „Weltnaturerbe-Zentrum – HAUS DER WILDNIS, Lunz am See“

In Österreich gibt es gemäß der Weltnaturschutzorganisation IUCN nur ein einziges international anerkanntes Wildnisgebiet der Kategorie I – das Wildnisgebiet Dürrenstein. Gemeinsam mit dem Nationalpark Kalkalpen ist das Wildnisgebiet auch das erste und einzige von der UNESCO ausgezeichnete Weltnaturerbe Österreichs.

Es ist dies der Rothwald. Er stellt den größten Fichten-Tannen-Buchen-Urwald im gesamten Alpenbogen dar. Er liegt im Südwesten Niederösterreichs. Diese Wildnis ist aufgrund der strengen Naturschutzbestimmungen für die Öffentlichkeit jedoch nur auf sehr wenigen markierten Wegen, die nicht verlassen werden dürfen, zugänglich. Streng limitierte Exkursionen führen in das Innere des Schutzgebietes. Das Interesse der Gesellschaft an dieser Naturbesonderheit ist jedoch sehr groß, zumal Aktivitäten in der Natur ständig zunehmen. Die angebotenen Führungen in das aktuell ca. 3.500 ha große Wildnisgebiet sind zum Teil bis 2020 ausgebucht. Im Zentrum des Interesses ist dabei der größte und einzig ökologisch nennenswerte Fichten-Tannen-­Buchen-Urwald Österreichs.

Die Wildnisgebietsverwaltung Dürrenstein ist gemäß den IUCN-Richtlinien für ein Schutzgebiet der Kategorie I-Wildnisgebiet und gemäß der Fördervereinbarung mit dem Land Niederösterreich verpflichtet, im Rahmen ihres Bildungsauftrages das Wildnisgebiet in einer naturverträglichen Form der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. „Bildungsauftrag und Natur­verträglicher Tourismus“ nennt sich diese Aufgabe, sie stellt einen zentralen Punkt der Arbeit der Wildnisgebietsverwaltung dar und fand auch in der Ernennung zum UNESCO-Weltnaturerbe seinen Niederschlag.

Die Wildnisgebietsverwaltung kann bereits jetzt dem steigenden Interesse mit den vorhandenen Ressourcen kaum nachkommen. Die Anzahl der Führungen kann und soll aufgrund der Naturschutzbestimmungen nicht ausgebaut werden. Mit der Errichtung des Weltnaturerbe-Zentrums HAUS DER WILDNIS wollen wir nun die Faszination der Wildnis einer breiteren Öffentlichkeit eindrucksvoll zugänglich machen, zugleich Verständnis und Interesse für die Sensibilität unberührter und unwiederbringlicher Natur wecken.

Bürgermeister Lunz am See: Martin Ploderer

Weltnaturerbe“: Eine Auszeichnung, auf die wir stolz sind

Bürgermeister Lunz am See: Martin Ploderer

Durch die Auszeichnung als Weltnaturerbe „Europäische Buchenwälder“ hat das Gebiet und damit die gesamte Region eine signifikante Aufwertung erfahren. Der Bekanntheitsgrad wird weiter steigen. Die Folge wird ein zunehmendes Interesse an der Region und am Wildnisgebiet sein, das nicht in dem Maß bewältigt werden könnte, wie dies von den Besuchern erwartet wird.

Unser Projekt eines Weltnaturerbe-Zentrums soll dieses Problem lösen. Wir rechnen mit einer jährlichen Besucherzahl von mindestens 30.000 Personen. Abgesehen vom touristischen Aspekt möchten wir speziell Schüler und junge Menschen mit dem Zentrum begeistern und deren Sensibiltiät für die Natur wecken.

Geschäftsführer DI Dr. Christoph Leditznig

Eine spannende Aufgabe liegt vor uns

Geschäftsführer Schutzgebietsverwaltung Wildnisgebiet Dürrenstein DI Dr. Christoph Leditznig

Die Herausforderung für die Wildnisgebietsverwaltung bzw. für die Gestalter des Zentrums liegt darin, dieses einzigartige Schutzgebiet in einer Weise zu präsentieren, die dieser Einmaligkeit auch gerecht wird.

Mit dem Weltnaturerbe-Zentrum wollen wir allen BesucherInnen vermitteln, dass das Erlebnis Wildnis Dürrenstein über den klassischen Besuch eines Nationalparkzentrums hinausgeht und die Wildnis in ihrer Art in Österreich, in den Alpen und in Westeuropa einmalig ist.

Gerade um dieses Naturschauspiel zu erhalten, ist es so wichtig und bedeutend , diese Wildnis zu schonen, und sie im Besucherzentrum realitätsnah und mitreißend erlebbar zu machen. Wir sind dankbar und voller Vorfreude, dass dieses Projekt in Lunz am See nun Realität wird. Gleichwohl sind wir uns bewusst, dass es noch harter Anstrengungen – auch finanzieller Natur – bedarf, um unser Ziel zu erreichen.

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.